Gummimatten- Gummiprodukte-Glossar

Erklärung von Begriffen und Abkürzungen, die auf unseren Internetseiten genutzt werden

 

Abkürzung/ Begriff Erklärung
Ballsprungverhalten Beschreibt das Verhalten eines Balles (für eine bestimmte Sportart) auf einem Sportboden (z.B. aus Gummi). Das Verhalten wird auf unterschiedlichen Untergründen immer leicht verschieden sein - der Sportler soll möglichst keine signifikanten Unterschiede wahrnehmen können, damit er seine Spielweise nicht aufgrund des Bodens variieren muss.
 
Dichte Die Dichte eines Stoffes beschreibt das Verhältniss von Gewicht (Masse m) und Volumen (V)
 
DIN/EN 1177 Die DIN/EN 1177 beschreibt alle Einzelheiten die im Zusammenhang mit der Prüfung von Fallschutzbelägen zu beachten sind.
 
EPDM Ethylen-Propylen-Dien-Monomer ist ein synthetischer Kautschuk. EPDM ist sehr alterungsbeständig und weist gute Verträglichkeiten gegenüber Wasserdampf, UV-Strahlung und Temperaturschwankungen auf.
 
EVA Ethylen Vinyl Acetat, ein Moosgummi mit einer geschlossenen Aussenhaut. Sehr strapazierfähiges Material bei geringem Gewicht. Eine Verklebung ist mit Kontaktklebstoffen möglich.
 
Fallhöhe Die Fallhöhe wird für Fallschutzmatten unter Spielgeräten nach einer DIN ermittelt (DIN/EN 1177). Sie beschreibt den Abstand zwischen einem fallenden Prüfkörper (der einen Kinderkopf simuliert) und dem zu prüfenden Fallschutzplatten-Boden. Bei einer ermittelten Fallhöhe von 2,00 Meter (z.B. unsere Fallschutzmatte Standard 60) darf diese Fallschutzmatte unter einem Spielgerät mit einer maximalen Absturzhöhe von 2,0 Metern verwendet werden.
 
Fallschutzmatte /
Fallschutzplatte
Fallschutzmatte oder Fallschutzplatte ist kein geschützter oder gesetzlicher Begriff. Der Begriff beinhaltet sprachlich alle Matten, die in der Lage sind den Sturz einer Person aus einer gewissen Höhe auf dem Boden zu dämpfen - bzw. das Verletzungsrisiko (insbesondere Kopfverletzungen) zu senken. Wir verwenden den Begriff Fallschutzmatte auf unserem Internetauftritt ausschliesslich, wenn die so benannten Gummimatten von einem akkreditierten Institut auf eine bestimmte Fallhöhe getestet und zertifiziert worden sind. Mehr zu den Testverfahren und unterschiedlichen Fallhöhen finden Sie hier (LINK).
 
Gummi-Bahnenware Synonyme für Gummibahnenware sind Gummirollenware oder Gummimatten auf der Rolle. Gummibahnenware beschreibt Produkte in einer Stärke von meist ca. 3 - 20 mm Stärke in Längen von 5 bis 20 Metern. Sie bestehen entweder aus einer vulkanisierten Gummi-Neuware oder polyurethangebundenen Gummigranulaten. Für die Herstellung von Gummigranulat-Bahnenware werden grosse Zylinder hergestellt und in einem weiteren Arbeitsschritt in der gewünschten Schichtstärke von diesem Zylinder abgeschält. Durch das Abschälen entsteht eine besondere, glatte und einheitliche Oberfläche. Je höher die Verpressung (Dichte) der Bahnenware ist, desto höher ist auch die Langlebigkeit und Belastbarkeit. Gummibahnenware mit hoher Verdichtung (ab ca. 900 kg / m³) werden als Oberflächenbeläge in Sportbereichen (Fitnessstudios, ...) oder Pferdestall-Arealen eingesetzt. In niederen Verdichtungen nutzen Sie als Bautenschutzmatten, Untergrundschutzmatten oder Ladungssicherungsbelägen. 
 
Gummifaser Gummifasern entstehen bei der Runderneuerung von Reifen. Die meist unterschiedlich stark abgefahrenen Reifen werden auf eine Maschine gespannt und auf eine einheitliche Stärke mit feststehenden Klauen "abgerauht". Dabei entstehen längliche Fasern mit einer grossen Oberflächenstruktur. In Verbindung mit PU entstehen neue Produkte (Gummimatten, Gummiformteile) mit hervorrangenden Zugfestigkeiten. Aufgrund der Gewinnung aus Reifen handelt es sich dabei immer um SBR-Gummi.
 
Gummigranulat Sammelbegriff für zerkleinerte Gummiprodukte. Geringe Aussagekraft ohne Bezeichnung der spezifischen Gummi-Art (NR, SBR, EPDM, …). Eine Einteilung erfolgt in Korngrößen. In der Regel wird in der Produktion der Staubanteil (0 - 0,5 oder 0 - 1mm) abgenommen, so dass gängige Korngrößen 1-4mm, 1-6mm oder 0,5-3mm sind. Kleiner Korngrößen bedingen einen größeren Energieaufwand (für die Zerkleinerung) und dadurch höhere Preise. Kleinere Korngrößen ermöglichen eine höhere Verpressung (und resultierende Dichte) und eine edlere Optik und Haptik der Oberfläche. Die Wasserdurchlässigkeit entsprechender feinkörniger Produkte nimmt dagegen ab. 
 
Gummi-
Sicherheitselemente
Synonyme sind Gummi-Bauelemente oder Gummi-Formteile. Es handelt sich um die logische Fortsetzung von falldämpfenden Bauelemten auf Kinderspielplätzen und allg. öffentlichen Plätzen mit Sturzgefahr. Gummi-Sicherheitselemente werden nicht zertifiziert. Sie bestehen aus dem selben Material wie Fallschutzmatten und bieten einen hervorragenden, vorbeugenden Schutz wenn Personen gegen die Gummiformteile oder auf deren Kanten stürzen.
 
Haftgrundierer Haftgrundierer dienen der Vorbehandlung von problematischen (saugenden) Untergründen bei späterer gewünschter vollflächiger Verklebung. Nach der Vorbehandlung sollten keine losen Teilchen oder Staub auf der Oberfläche vorhanden seine. Je nach Untergrund kann eine mehrmalige Anwendung erforderlich sein.
 
HIC Abkürzung für Head Injury Criteria (Kopfverletzungskriterium). Wenn bei einer bestimmten Absturzhöhe auf einen Fallschutzbelag der Wert 1000 überstiegen wird ist der Fallschutzbelag für diese Fallhöhe "durchgefallen".
 
In-Situ (Gummi-Estrich)                                             
In-Situ (Vor Ort) Beläge werden auf der Baustelle hergestellt. Dabei unterscheidet man 2 Systeme: Das vollständige In-Situ Verfahren und  Hybrid Verfahren. Bei dem Hybridverfahren werden als elastische Unterschicht Gummigranulatmatten (meist 1x1 m) eingesetzt, die durch eine vollflächige Verklebung oder eine Seitenverklebung untereinander verbunden werden. Nach kurzer Zeit kann eine Deckschicht aus meist farbigen, lichtbeständigen Gummigranulaten (EPDM-Gummi) und PU aufgetragen werden. nach ca. 12 - 24 Stunden härtet die Top-Schicht zu einer punktelastischen, nahtlosen Oberfläche aus. Mit entsprechenden Bodenvorbehandlungen, Rahmenkonstruktionen etc. dauert die Einbringung des Bodens im Hybrid-Verfahren ca. 2-3 Tage. Das Hybridverfahren ist schneller und kostengünstiger als das Voll-In-Situ-Verfahren realisierbar, da bei dem Voll-In-Situ-Verfahren auch die Unterschicht vor Ort erstellt wird und diese Schicht min. 24 h aushärten muss, bevor mit der Einbringung der Topschicht begonnen werden kann.
 
NR Natural Rubber (Naturkautschuk) weist eine sehr hohe Festigkeit und Bruchdehnung bei einer guten Abriebfestigkeit auf. Die Witterungsbeständigkeit ist schlechter als die von SBR oder EPDM.
 
PU(R) Polyurethane. Sammelbegriff für unterschiedlichste Polymere mit vielfältigen Eigenschaften. In ERR-TEAM Produkten werden Polyurethane als Klebstoffe und Bindemittel eingesetzt die zu einer plastikartigen Konsistenz erhärten. Beim Umgang mit Klebstoffen und Bindemitteln aus PUR sind die entsprechenden Sicherheitsanweisungen zu beachten.
 
Punktelastisch Punktelastische Sport-Böden erreichen eine gute Druckverteilung, wodurch die erste Phase einer Landung (bei Sprüngen) oder Stürze hervorragend abgedämpft werden. Der Bewegunsapparat wird gerade in der ersten Phase der Landung auf dem Sportboden entlastet, in der er selber diese Entlastung nicht gewährleisten kann. Da die Masse an "fallendem" Gewicht bei punktelastischen Sportböden keine Rolle spielt, eignen sich diese besonders (auch) für Kinder.  Das Gegenteil von punktelastischem Sportboden sind flächenelastiche Böden die unterschiedlich auf verschiedene Massen von "fallende" Gewichte von Körpern reagieren. Drehbewegungen sind auf flächenelastischen Böden durch den geringeren Widerstand allerdings einfacher zu bewerkstelligen.
 
PVC Polyvinylchlorid
 
SBR Styrol-Butadien-Rubber ist die am häufigsten hergestellte Art von synthetischem Kautschuk. Die größten Anwendungsfelder sind Herstellung von Reifen, Förderbändern und Dichtungen. Bezüglich der Witterungsfestigkeit ist SBR-Gummi dem EPDM-Gummi unterlegen.
 
Seitenverklebung Eine Verklebungsvariante, bei der Gummimatten seitlich miteinander über eine Verklebung mit einem 1-K-PU verbunden werden. Diese Art der Verklebung kommt auf ungebundenen Untergründen zum Einsatz, wenn eine vollflächige Verklebung nicht möglich ist.
 
TÜV Prüfinstitut welches Fallschutzprüfungen nach der DIN/EN 1177 durchführen darf. ERR-TEAM Fallschutzplatten werden durch den TÜV zertifiziert.
 
vollflächige Verklebung                        Eine Verklebungsvariante, bei der das zu verklebende Produkt (z.B. Fallschutzplatten) voll auf einem (ausschliesslich) gebundenen Untergrund (Beton, Verbundpflaster, …) fixiert wird. Da diese Art der Verklebung auf ungebundenen Untergründen (Schotter) nicht möglich ist kann dort nur eine Seitenverklebung unter den Platten stattfinden.
 
Wasserdurchlässigkeit Bodenplatten aus Gummigranulat sind immer offenporig und dadurch in bestimmten Maße wasserdurchlässig. Dieser Effekt wird auf den Einsatzflächen gewünscht, damit die Feuchtigkeit unter die Platten gelenkt und dort abgeführt werden kann. Je nach Dichte der Granulate und der gewählten Gummi-Korngröße kann die Menge an durchfliessendem Wasser pro Zeiteinheit strak variieren. Eine Normierung für die Wasserdurchlässigkeit gibt es nicht. Durch Verschmutzungen und dadurch hervorgerufene Zusetzungen der feinen Mikrokanäle in einer Gummigranulatplatte lässt die Wasserdurchlässigkeit von Gummimatten auf Granulatbasis mit den Jahren nach. Eine entsprechende Wartung / Pflege / Reinigung kann dem entgegenwirken.
 
Zugfestigkeit Auch Zerreißfestigkeit. Wird gemessen in Newton / mm² (N/mm²) oder auch in Mpa (Megapascal). Beschreibt die Eigenschaft eines Materials, einer Zugkraft standzuhalten. Sie kann durch normierte Verfahren ermittelt und zwischen verschiedenen Materialien (z.B. Gummiboden) verglichen werden.